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<How to start>
Der Doktortitel. Obwohl in der Praxis kaum
noch benötigt (man ist beim Patienten so oder so der
oder die "Herr/Frau Doktor"), überlegen sich
viele von uns, früher oder später einen Doktortitel
vor dem Namen tragen zu wollen. Die Frage ist nur, wie und
mit wieviel Arbeit kommt man an diesen Titel?
Bevor ich auf die einzelnen Arten von Arbeiten
und die Vor- und Nachteile des Beginns eingehe, noch ein
paar Worte zur Arbeit allgemein:
Doktorandenstellen werden via Aushang, Internet
oder auch Mundpropaganda bekanntgegeben. Bei diesen Stellen
bewirbt man sich einfach und hofft, am Ende diese Bewerbung
zu gewinnen und die Stelle zu bekommen. Vielfach sind diese
Stellen jedoch rar und die Konkurrenz groß.
Eine Alternative zur Bewerbung ist das Vorschlagen eines
eigenen Themas. Sprich man überlegt sich ein interessantes
Untersuchungsfeld mit möglichst noch nicht untersuchten
Fragestellungen, erarbeitet ein kurzes Konzept und geht
damit auf "Doktorvater/-mutterjagd-". Bedeutet
man macht sich auf zu dem Institut, das an dem Thema Interesse
haben könnte, schnappt sich dort einen Professor und
unterbreitet ihm das Thema. Mit etwas Glück bekommt
man nicht nur die Zusage zu der Arbeit, sondern auch noch
Ideen zur Finanzierung oder bei Absage eine alternative
Anlaufstelle.
So, nun zu Art & Startzeitpunkt von Doktorarbeiten!
Generell werden 2 Arten von Arbeiten unterschieden:
- Finanzierte/Geförderte Arbeiten
- Arbeit ohne finanzielle Unterstütung
Generell Unterschiede zwischen den beiden Arten:
Während geförderte/finanzierte Arbeiten meist
auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind und man neben
der Uni noch einen weiteren Projektpartner (z.B. Firma XY)
hat, dem regelmäßig und "in time" Berichte
zu liefern sind, haben Doktorandenstellen ohne Förderung
meist nur ein vorläufiges Zeitlimit, da man davon ausgeht,
daß der Doktorand für sich selbst sorgen muß
und daher neben der Arbeit noch einem Beruf/Job nachgeht.
Für beide Arten von Arbeit können zusätzlich
Förderungen wie z.B. NaFöG beantragt werden,
Weiterhin gibt es Varianten, wann
man eine Doktorarbeit schreiben kann:
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1. Während dem Studium
Sobald man in einem Fach die für (Vor)Physikum/Staatsexamen
benötigte Prüfung abgelegt hat, kann man in diesem
Fach eine Doktorarbeit beginnen. Dies hat jedoch Vor- und
Nachteile:
Vorteile:
- Man kann bereits während dem Studium Daten, Material
und Literatur sammeln.
- Durch die Beschäftigung mit dem Dissertationsthema
bekommt man einen ersten Einblick in wissenschaftliches
Arbeiten und, je nach Thema, andere Fachgebiete
- Vorbereitung der gesamten Arbeit ist theoretisch möglich
Nachteile:
- Die eh schon relativ knapp bemessene Zeit neben dem
regulären Unibetrieb wird noch weiter gekürzt
- In Prüfungsphasen liegt die Arbeit dann erfahrungsgemäß
komplett brach, je nach Thema (Zellkultur, Langzeitversuchsreihen)
entweder fatal für die Dissertation oder für
die Prüfung
- viele Angebote setzen ein abgeschlossenes Studium voraus
- zeitlich begrenzte Arbeiten nur schwer machbar
- Man bekommt den Titel eh erst mit der Approbation, sprich
bei Abbruch des Studiums wäre bereits geleistete
Arbeit evtl. umsonst
- NaFöG-Antrag kann nicht gestellt werden, da Studium
noch nicht beendet
2. Zwischen Studium und Berufseinstieg
Die wohl gängigste Variante, einfach nach der Approbation
nach einer Doktorandenstelle suchen und dann voll und ganz
auf die Arbeit konzentrieren.
Vorteile
- Voller Einsatz für die Arbeit
- NaFöG/Stipendien beantragbar
- die meisten Angebote verfügbar
Nachteile
- In der Regel mind. 2 Jahre Abstand zum Praxisbetrieb
- Häufig dauern die Arbeiten länger als geplant,
man nimmt das als Doktorand in Kauf, die Chancen im Beruf
sinken jedoch
3. Neben dem Beruf
Die Möglichkeit, neben dem Hauptberuf eine Doktorarbeit
zu schreiben, scheint auf den ersten Blick verlockend. Jedoch
unterschätzt man oft Beruf und Arbeitsaufwand/Umfang
der Dissertation
Vorteile
- Freie Zeiteinteilung
- Durch Beruf finanziell unabhängig
- Diss.-Thema kann an Berufsfeld geknüpft werden
Nachteile:
- Gerade zu Beginn der Laufbahn als Tierarzt hat man eher
keine Zeit und Kraft, sich nach einem Arbeitstag noch
"mal eben" an die Dissertation zu setzen
- Durch den nicht unerheblichen Arbeitsaufwand einer
Dissertation zieht sich die Arbeit neben dem Beruf oftmals
über Jahre hinweg
Nachdem nun also die Vorstellungen in Bezug auf Art und
Dauer der Arbeit etwas klarer geworden sind, gilt es nun,
Angebote zu suchen oder, wie
oben erwähnt, selbst aktiv zu werden.
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